Natürlich Wachsen - naturheilnotizen

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Geburt auf Bestellung – Zeitdruck im MutterleibNeulich auf einer Geburtstagsparty stand ich in einer überfüllten Küche voller Geburtstagsgäste. Man fragt sich immer wieder, warum der meist gefüllte Raum einer Wohnung oder eines Hauses bei Feiern meist die Küche ist. Schon zu Studentenzeiten tummelten sich auf 8 m² gefühlte 25 Partygäste. Diesmal war die Küche größer, aber der Abstand zu den Menschen um mich herum sehr klein und so wurde ich Zeugin einer Unterhaltung zweier Freundinnen – die eine schwanger im 6. Monat und die andere hat bereits ein 1-jähriges Kind. Es wurde die klassische Frage gestellt „Wann ist es denn soweit?“ und folgender Dialog nahm seinen Lauf: „Der errechnete Termin ist der 10. Dezember.“ Schweigen und nachdenkliches Gesicht. „Toll“, widerfuhr es mir. „Naja, es ist ziemlich nah an Weihnachten…“ Die andere Freundin mit dem 1-jährigen Kind schaltete sich ein: „In der Weihnachtszeit Geburtstag zu feiern, ist ganz ungünstig. Da geht der Kindergeburtstag durch die Vorweihnachtszeit total unter.“ Die schwangere Frau erwiderte: „Der Arzt hat mir geraten Anfang Dezember einen Termin für einen Kaiserschnitt zu machen – und das werde ich auch tun. Dann kann ich besser planen und der Geburtstermin landet nicht in der Weihnachtszeit.“

Mir wurde ganz anders und nun konnte ich meine eigene Meinung nicht mehr verbergen: „Das Baby ist fertig, wenn es fertig ist und sollte den Zeitpunkt seines Geburtstages alleine bestimmen. Schließlich ist es die erste Entscheidung, welches das kleine Menschenkind bei der Ankunft in unsere Welt für sich trifft und auch treffen darf… Und was ist mit dem Geburtserlebnis? Das ist doch unglaublich wichtig für die Bindung zur Mutter.“ Beide Mütter schauten mich entgeistert an, als käme ich direkt von einem anderen Planeten und hätte die Wahlberechtigung der Frauen gerade in Frage gestellt. Ringsherum in meinem unmittelbaren Küchenumfeld verstummten merklich die Gespräche. „Quaaaaaaaatsch“ – ertönte es da fast im Gleichklang von meinen beiden Küchengästen: „Das hat man früher mal gesagt!“

Eigentlich hätte ich an dieser Stelle gerne von der Geburtserfahrung mit meinem eigenen Kind erzählt – 17 Stunden Wehen ohne jegliche Schmerzmittel und glücklicherweise eine natürliche Geburt, die im Rückblick zu den elementarsten und gewaltigsten Momenten meines Lebens gehört und die ich trotz intensiver Schmerzen als ein unglaublich überwältigendes Erlebnis empfunden habe.

Den Zeitpunkt der Geburt sollte ein Kind selbst bestimmen. Werdende Mütter, bei denen keine Komplikationen bei der Geburt zu erwarten sind, sollten sich die Entscheidung für einen Kaiserschnitt sehr genau überlegen. Es ist bedenklich, wie leichtfertig heutzutage mit dem Thema Kaiserschnitt umgegangen wird, denn die Geburt ist eine ganz tiefe Erfahrung von sich anstrengen, seinen Weg finden, sich durch etwas hindurcharbeiten, auch von sich befreien und Triumph. Diese Erfahrung ist so etwas wie ein Prägemuster für das Erleben von späteren Veränderungssituationen im Leben.

Die Berliner Psychologin und Hypnotherapeutin Manuela Szczes sagt dazu: „Die Geburt prägt unser Urvertrauen. Wir haben eine Situation durchgestanden, die anstrengend und beängstigend war, aber wir haben es geschafft.“ Die Therapeutin arbeitet in einer sozialpsychiatrischen Praxis mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit werdenden Müttern. Beim Weg durch den Geburtskanal sei das Strecken der Wirbelsäule des Babys die Voraussetzung für eine optimale Entwicklung, sagt sie. Wenn dieses Erfolgserlebnis ausbleibt, weil das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden musste, statt sich allein durchzukämpfen, könne dies Folgen haben. Dazu zählten Bindungsprobleme oder Depression. Während diese Ansicht bei Medizinern umstritten ist, nannte schon Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, die Geburt das erste Angsterlebnis des Menschen.

Ich schwieg natürlich, erzählte nichts von den überwältigenden Gefühlen einer Geburt. Vielleicht haben auch die Ausschüttung des Liebeshormons Oxytocin jegliche Schmerzen und Geburtserlebnisse im Nachhinein vergessen lassen.

Ich bin gespannt, wie sich der schwangere Küchengast nun am Ende seiner Schwangerschaft entscheiden wird. Ich wünsche eine schöne Geburt ohne Termindruck und Stress für das Baby und hoffentlich viele vorweihnachtliche Kindergeburtstage mit duftenden Weihnachtsplätzchen und Schneeballschlachten im Garten. Ist es nicht genau die Weihnachtszeit, die wir im Rückblick auf unsere Kindheit als großen Zauber in Erinnerung haben. In diesem Sinne zauberhafte Geburtstage in der Vorweihnachtszeit für die vielen Babys, die noch kommen werden.

Im Naturheilmagazin berichten wir über eine Studie über die Sicherheit von Geburtshaus- und Klinikgeburten.

Lesen Sie auch folgende Kurznachricht „Kaiserschnitt oder natürliche Geburt – keine schwierige Entscheidung?“ von der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V..

Nicole Renneberg
Geschäftsführerin der Filmproduktionsfirma brainworkers & more GmbH
und Partner des Naturheilmagazins

Wie das Wissenschaftsjournal „Science“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, sind in Australien bei Hühnern zwei gefährliche neue Viren entstanden. Das Prekäre daran: Grundlage waren Impfstoffe.

Was war passiert? Seit Jahrzehnten werden Hühner in Australien gegen eine gefährliche Atemwegserkrankung (ILT, Infektiöse Laryngotracheitis) mit abgeschwächten Herpesviren geimpft. Bislang gab es dort zwei Impfstoffe, die auf sehr ähnlichen Viren basierten. Nun kam ein neuer, europäischer Impfstoff hinzu, der ein völlig anderes Virus in abgeschwächter Form enthielt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in Hühnern, die mit den unterschiedlichen Viren geimpft wurden, zu einer Mischung des Erbguts dieser Viren kam. So entstanden binnen eines Jahres zwei neue Virenstämme, die wesentlich gefährlicher als die verwendeten Impfstämme sind. Bis zu 18 % der Hühner starben in den betroffenen Ställen an der Krankheit, gegen die die Impfungen hätten schützen sollen.

Zwar war man sich eines solchen Risikos prinzipiell bewusst, doch hatte man es – wie so oft – für sehr gering gehalten. Auch beim Menschen werden Lebendimpfstoffe mit Herpesviren verwendet: bei der Windpockenimpfung. Da das Windpockenvirus aber recht stabil sei, träten Viruskreuzungen hier nur selten auf. Zu bedenken ist aber, dass Herpesviren, wie wir sie von Lippenherpes, Windpocken und Gürtelrose kennen, sich ins Nervensystem zurückziehen und dort lebenslang verbleiben. Daher stehen Sie gewissermaßen unser Leben lang für neue Mischungen aus Viren zur Verfügung.

Auch gegen Mumps, Masern und Röteln werden beim Menschen Lebendimpfstoffe eingesetzt. Bei Kinderlähmung verzichtet man inzwischen auf Lebendimpfstoffe: Die bekannte Schluckimpfung hatte in seltenen Fällen zu Lähmungen bei den Geimpften geführt. Außerdem konnten Geimpfte andere Personen mit den abgeschwächten, aber vermehrungsfähigen Krankheitserregern aus dem Lebendimpfstoff anstecken.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Menschen aus Titanic, Fukushima und sterbenden Hühnern lernen, unwahrscheinliche Fälle ernster nehmen und – auch bei Tieren – mehr Sorgfalt im Umgang mit Lebendimpfstoffen gepflegt wird.

Lit.: http://www.sciencemag.org/content/337/6091/188
Beiträge rund ums Impfen im Naturheilmagazin

Autor:  Wolfgang Laub, Falkensee (bei Berlin) und Kiel

Bei Kindern, denen „ADHS“ zugeschrieben wurde, kann sicher therapeutische Unterstützung nötig sein, oft auch medikamentöse. Die beste Therapie oder auch Medizin kann aber natürlich nur wirklich helfen, wenn man von deren Sinn auch überzeugt ist.

Der häufige Widerstand vieler Eltern dieser Kinder bedeutet aber natürlich nicht, dass diese nicht das Beste für ihr Kind wollten. Das wollen ja sicher alle liebenden Eltern. Nur haben die Eltern eben nicht unberechtigte Angst, dass die Therapie, Medikamente bzw. überhaupt die Anerkennung der Diagnose „ADHS“ für ihr Kind schädlich sein kann. Und diese Angst ist zumindest verständlich. Darauf muss auch wirklich ausreichend eingegangen werden, gut über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Aber selbst wenn die Therapie bzw. Medikamente hilfreich sind befürchten die Eltern, auch nicht ganz zu Unrecht, dass das Kind damit, überhaupt der Diagnose, einen für sein Leben schädlichen „Stempel“ aufgedrückt bekommen kann. Das erfordert Aufklärung der Eltern – aber noch viel mehr der Gesellschaft an sich – dass „ADHS“ in der Regel keine persönliche „Schuld“ der Eltern ist und auch nicht nur ein „persönliches Problem“ der Kinder (im Sinne eines Makels oder dergleichen).

Viel mehr ist eher erstaunlich, dass heute noch – wenn auch faktisch natürlich viel, viel zu viele – relativ wenige Kinder „ADHS“ haben. Allerdings haben es in zumindest leichteren Formen wohl weitaus mehr als die mit dem offiziellen Krankheitsbild. Aber die so große, auch zunehmende Zahl ist auch Beleg dafür, dass das Diesen Beitrag weiterlesen »

Autor:  Dr. med. Wolfgang Scheel, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde

Unsere moderne westliche Zivilisation ist von dem offensichtlichen Bemühen geprägt, so schnell so unbeschwert und so viel wie möglich konsumieren und „genießen“ zu können. Diese Denkschemata verwehren natürlich jegliche Bereitschaft zu erforderlichen Auseinandersetzungen mit Problemen, Leid und Krankheiten. In einer Schwarz-Weiß-Malerei werden dabei „Gesundheit“ glorifiziert und „Krankheit“ verteufelt – ohne ausreichende Bereitschaft zum Erkennen wie Begreifen der jeweiligen Bedeutung.

Der Wunsch von Ärzten wie Eltern zur Gesunderhaltung und Leidvermeidung der anvertrauten Patienten bzw. eigenen Kinder ist zunächst verständlich. Dies berechtigt aber nicht zur „Krankheitsvermeidung“ um jeden Preis. So sollte sorgfältig zwischen Verantwortungsgefühl, Not-wendigkeiten und dem Geschäft mit der Angst unterschieden werden!

Ist es evolutionäre Aufgabe des Menschen, sich mit „Anti“-Mitteln selbst zu zerstören oder vielmehr notwendig, mit einheitlich-ganzheitlichem Verhalten sich und die Welt im Sinne einer wahren RückbeSinnung zu retten?

Ein gesunder Organismus, ein Mensch in körperlich-geistig-seelischer Einheit ist nicht nur in der Lage, sondern auch bereit, sich mit allen äußeren Umweltfaktoren erfolgreich auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus dienen diese ständig ablaufenden Interaktionen der stärkenden Weiterentwicklung des Menschen, wie wir sie z. B. von der „stillen Feihung“ kennen (Röteln-Antikörper ohne Impfung oder erkennbare Rötelnerkrankung). Diesen Beitrag weiterlesen »

Als mein ältester Sohn ein Jahr alt war, bekam er die Masern-Impfung. Er reagierte heftig mit starkem Fieber, später der Kreislaufzusammenbruch. Diagnose: Impfmasern. Es folgte die Klinikeinweisung und zehn Tage Klinikaufenthalt. Noch Jahre später reagierte er mit Schreianfällen in weiß gefliesten Räumen …. Die Komplikation wurde nicht als Impfschaden gemeldet oder anerkannt. Der Kommentar des behandelnden Arztes: „Sie haben Pech gehabt …“.

Schwanger mit dem zweiten Kind habe ich ausgiebig diverse Bücher und Ratgeber zum Impfen gelesen –hin und her gerissen zwischen der Angst-einflößenden Argumentation der Impf-Befürworter, den Argumenten der Gegner und meiner eigenen Erfahrung. In Absprache mit dem Kinderarzt habe ich die beiden jüngeren Kinder nicht impfen lassen.

In unserem Artikel wollen wir den Spannungsbogen aufzeigen zwischen den kritischen Impfbefürwortern, die entsprechend dem vorliegenden Risiko individuell abwägen und den Impfgegnern, die mit ihren Argumenten zu Wort kommen.

Die absolute Wahrheit kann niemand liefern, auch wir nicht mit unserem ausführlichen Artikel. Im besten Fall gibt es die richtige Entscheidung für jedes Individuum. Unser Anliegen mit dem Artikel ist, dass sich Eltern aktiv mit dem Impfen auseinandersetzen und für sich und ihre Kinder eine bewusste Entscheidung treffen, ohne blind einem vorgegebenen Impfplan zu vertrauen.

Steigen Sie ein in ein kontroverses Thema und finden Sie Ihre Antwort.
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