Gedanken zum Welt-Diabetes-Tag - naturheilnotizen

Der 14. November wird als Weltdiabetes-Tag begangen.

Die Ärztezeitung schreibt von derzeit 6 Millionen Diabetes-Erkrankungen (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/default.aspx?sid=826531&cm_mmc=Newsletter-_-Telegramm-C-_-20121114-_-Diabetes+mellitus).
Das Institut für Biometrie und Epidemiologie, Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ) schätzt, „… würde allein nur jede zweite Person mit Prä-Diabetes dauerhaft an Maßnahmen zur Prävention teilnehmen, ließen sich bis zum Jahr 2030 mehr als 370.000 Diabetes-Fälle vermeiden.“
Quelle: www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-d-bis-g/diabetes/entwicklung-bei-diabetes.html

Diabetes ist letztendlich ein Ausdruck dafür, dass vielen von uns der Bezug zum Essen und zum naturgemäßen Leben verloren gegangen ist. Denaturierte und industriell vorgefertigte Speisen machen Stoffwechsel und Verdauungstrakt auf Dauer krank, während natürliche und weitgehend unbehandelte Lebensmittel – Obst, Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornbrot, Eier, Fleisch …. – den Körper mit notwendigen Nährstoffen versorgen und den Stoffwechsel in einer optimalen Zucker-, Vitamin-, Mineralstoff- und Säure-Basen-Balance halten.

Schon ein dreijähriges Kind weiß – wenn man fragt, dass Zucker nicht gesund ist wie vieles mehr, was wir essen. Die Umsetzung ist offenbar nicht so leicht: Mein Sohn (4,5 Jahre) berichtete zu Beginn dieses Kindergartenjahres ganz begeistert, dass er jetzt zu den Mittleren gehöre und dass das ganz toll sei. Auf meine Frage, was daran toll sei, antwortete er, jetzt dürfe er mit ins Altenheim singen gehen und zum Abschluss gäbe es dann einen tollen Lutscher …!?

Zucker lauert überall – vor allem für die Kinder. Selbst wer mit besten Ernährungs-Vorsätzen an seine Kindererziehung geht, wird auf eine harte Probe gestellt. Er steckt nicht nur dort, wo wir es nicht explizit sehen, im Ketchup und Müsli, im Joghurt und Brot. Er wird unseren Kindern bei jeder Gelegenheit unter die Nase gehalten: beim Besuch in der Apotheke gibt es Traubenzucker, als Aufmerksamkeit beim Friseur, als Incentive im Laden, als kleine Aufmerksamkeit vom Nachbarn, natürlich zuhauf beim Kindergeburtstag, zu Fest- und Feiertagen ohnehin.

Die Deutschen konsumieren 36 Kilogramm Zucker pro Person und Jahr. Davon werden nur 16,4 % als Haushaltzucker verbraucht und 18,7 % in Süßwaren verarbeitet. Der Rest, rund 65 % werden in anderen Lebensmitteln „versteckt“. Darin sind nicht enthalten alternative Süßungsmittel wie Dicksäfte oder Honig. Zum Vergleich: zu Zeiten der Jäger und Sammler als die Grundlage unseres Körpers gebildet wurde, hat der Mensch ca. 2 Kilogramm Süßungsmittel pro Person und Jahr (z.B. Honig) zu sich genommen.

Zuckerverbrauch

Zuckerverbrauch

Quelle: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker:

www.zuckerverbaende.de/zuckermarkt/zahlen-und-fakten/zuckermarkt-deutschland/zuckermarkt.html

Die Regierung spricht davon, dass jetzt dringend Diabetes-Erkrankte engmaschiger betreut werden müssten und Prävention an den Schulen ansetzen sollte und die Universität Göttingen verleiht im Frühjahr diesen Jahres dem langjährigen Direktor der Südzucker AG Reinhold Köhler die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste in der Zuckerrübenforschung: www.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=4193.….

Die gute Nachricht ist: zumindest Diabetes Typ II muss kein unabwendbares Schicksal sein. So schreibt Margret Rupprecht im Naturheilmagazin: „In 80 % der Fälle würden diätetische Maßnahmen ausreichen, wenn die meisten Ärzte mehr von Vollwerternährung verstünden und die Betroffenen etwas mehr Disziplin in Sachen Essen entwickelten.“ (ww.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/krankheiten-d-bis-g/diabetes/diabetes-mellitus.html). Weitere wichtige Therapiebausteine sind eine Lebensstilwandlung und mehr Bewegung. Andere naturheilkundliche Therapien wie Homöopathie und Pflanzenheilkunde unterstützen die Behandlung.

Gesunde Ernährung und Bewegung sind auch die besten Faktoren, um eine Diabetes-Erkrankung zu vermeiden. Da Lösungen der Politik kleine Schritte gehen, bleibt es vorerst Ihnen überlassen, Ihre eigene Diabetes-Vorsorge zu treffen. Das können zunächst kleine Schritte sein wie z.B. die Treppe statt den Aufzuges zu benutzen, mit dem Fahrrad zu fahren statt mit dem Auto, Cola und Chips wegzulassen und stattdessen einen Smoothie zu testen. Für Ihre Kinder halten Sie eine Hand voll Nüsse bereit, wenn man mit billigem Zuckerzeug lockt.

Probieren Sie aus und finden Sie heraus, was für Sie persönlich passt und lassen Sie sich auf das Abenteuer Gesundheit ein.

Würde es Ihnen immer noch schwer fallen, auf die Tafel Schokolade vorm Fernsehen zu verzichten, wenn Sie testweise Ihr Körpergefühl mal umschalten könnten: Wie fühlt sich Ihr Körper an: a) mit Normalkost oder b) mit biologischer naturbelassener Kost?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren gesunder Rezepte. Davon finden Sie ungezählte auf www.naturkost.de oder in Büchern wie: „Vollwertküche für Genießer: 250 Rezepte für die gesunde Ernährung

Weiterführende Links:

1 Kommentar zu “Gedanken zum Welt-Diabetes-Tag”

  • GINA:

    Lösungsvorschlag fürs Altenheim:
    Machen Sie den ersten Schritt und bieten den Erzieherinnen im Kindergarten eine Alternative zum Lutscher: Selbst zubereitete Popcorn aus Popcorn-Mais. Von den Kindern sehr begehrt.