Tiere

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Nicole Renneberg, Geschäftsführerin der Filmproduktionsfirma brainworkers & more GmbH und Partner des Naturheilmagazins

Nicole Renneberg, Geschäftsführerin der Filmproduktionsfirma brainworkers & more GmbH und Partner des Naturheilmagazins

„IHHHHR einen Hund – das ist doch total verrückt.“ „Ihr habt doch schon zwei kleine Kinder und die Agentur und jetzt ein HUUUUND.“ So waren die häufigsten Reaktionen unserer Freunde auf die Ankündigung, dass wir in einigen Wochen Familienzuwachs bekommen sollten. Nach vermehrten Ausrufen dieser Art beschlossen wir, unsere Entscheidung niemandem mehr mitzuteilen. Und irgendwann war er dann da: DER HUND, ein Labrador – acht Wochen. Erst ein Baby, welches mehrmals in der Nacht raus musste, jetzt ein treuer Freund der Familie.

Wir mussten lernen, uns ein Stück dem Hund anzupassen. Filmproduktion bedeutet, flexibel zu sein, von einem Moment zum nächsten die Sachen zu packen und Stadt oder Land für Dreharbeiten zu verlassen, manchmal ein bewegter Arbeitsalltag mit vielen Telefonaten und Besprechungen…  Der Hund zwingt einen zu Pausen. Pausen gerade da, wo ich mir selbst keine gegönnt hätte, er entschleunigt das Leben. Ein „Personal Trainer“ der Entschleunigung sozusagen. Für solche Seminare zahlen manche Manager viel Geld.

Labrador - Quelle: istockphoto

Labrador – Quelle: istockphoto

Mitten in den Besprechungen oder kurz vor einem wichtigen Kundentelefonat eine Pause – früher undenkbar, musste ich doch schnell noch dies und das ganz wichtig erledigen. Der junge Hund muss aber raus, aus dem Büro und zwar sofort. Also lasse ich Stift und Zettel oder vielmehr Laptop und Smart-Phone liegen und gehe eine „Hunderunde“. Ich bekomme den Kopf frei, atme tief durch und konzentriere mich wieder auf das Wesentliche. Jetzt könnte man meinen, ich würde meine Arbeit nicht schaffen oder vieles bleibt liegen. Nein, ich habe gelernt zu sortieren und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren – Unwichtiges bleibt dann einfach erstmal liegen.

Die heilsame Wirkung von Haustieren hat auch die Wissenschaft entdeckt. Sie ist zunehmend die Grundlage für wirksame Therapien, die in Krankenhäusern, Heimen, Hospizen und Schulen angewendet werden. Die Wissenschaft hat erst seit kurzem begonnen, den gesundheitlichen Nutzen zu erforschen, der daraus möglicherweise entsteht. Bereits in den 1960er Jahren ergaben Untersuchungen, dass die Mehrzahl der Menschen ihre Haustiere als gleichberechtigte Familienmitglieder und als Bereicherung für das Familienleben wahrnimmt. Die Wissenschaftler stellten auch fest, dass Haustiere tatsächlich über heilende Kräfte verfügen, vor allem im Falle von seelischen Erkrankungen bei älteren Menschen und Kindern. Tiere schenken Kranken Lebensmut und viele Ärzte stellten erstaunt fest, dass sich Patienten schneller erholen, sobald ihre Haustiere in der Nähe sind. Auch bei kranken Kindern lässt sich eine heilsame Wirkung gut nachweisen. Die Beziehung zu einem Tier verbesserte die medizinischen Befunde, u.a. ist eine Stabilisierung des Blutdrucks und die Senkung von Stresshormonen nachweisbar.

Meine Stresshormone habe ich durch unseren neuen Familienfreund deutlich gesenkt – meine Familie zeigt sich begeistert und meine Freunde kopfschüttelnder Weise erstaunt, hatten sie doch zuvor anderes vermutet…

Nicole Renneberg
Geschäftsführerin der Filmproduktionsfirma brainworkers & more GmbH
und Partner des Naturheilmagazins